Informationen und Aspekte zu der Aquarell/Foto-Collagen-Serie „Zeitrutschen“

Die Serie „Zeitrutschen“ entsteht seit 2014 und umfasst bisher 36 Arbeiten unterschiedlichen Formates. Der Großteil ist in Glasrahmen 30 x 40 cm gerahmt. Die größten Collagen haben 50 x 70 cm Blattformat.

Die Aquarelle der Serie waren abgeschlossen bevor sie zu Collagen weiter verarbeitet wurden. Die Aquarelle wurden den Fotos nachträglich nicht angepasst.

Die eingearbeiteten Fotos sind auf Reisen meiner Tante ( Anna-Maria Graben) in den Jahren 1969 und 1971 in die USA und nach Ceylon entstanden. Damals war ich 7 bzw. 9 Jahre alt und habe mit Staunen ihren Schilderungen gelauscht und mit ihr die Fotos betrachtet. Die Serie ist noch nicht abgeschlossen und Fotos weiterer Reisen sollen noch in weitere Aquarelle eingebettet werden.

Wie es zu den Collagen kam:

Nachdem ich die Fotobände meiner Tante nach ihrem Tod übernommen hatte dauerte es über 2 Jahre bis es mir möglich war wie geplant mit diesen Fotos zu arbeiten. Auf meinem Ateliertisch lagen Aquarelle von mir zur Durchsicht aus, als ich die Fotos aus ihren Alben löste und erstmals anderem Kontext als den Beschriftungen der Alben aussetzte. Geradezu eigenartig verwandt zeigten sich die Formen und Farben der Fotos und der Aquarelle. Wie zwangsläufig fügten sich die zugeschnittenen Bildelemente zusammen.

Die Fotos der Collagen wurden mit einem selektiven UV-Schutz versehen. Die Formen und Strukturen des Aquarells aufnehmend, bleiben Teile der Fotos dem Ausbleichen ausgesetzt.

Der Titel „Zeitrutschen“ nimmt Bezug auf das gnadenlose „weiter rutschen“ der Zeit das durch Fotos und Erinnerungen immer mal für einen kurzen Moment gebremst werden kann. Aber eben doch einem Fortschreiten (ausbleichen/entschwinden) unterliegt.

Die von Betrachtern immer wieder wahrgenommene „gegenständliche Anmutung“ meiner abstrakten Bilder findet durch die Collagen eine, auch für mich, neue Erklärung.

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